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FW HP klAuf Einladung von Bernd Brauner trafen sich jetzt die SPD-Ratskandidaten Isabell Pitsch, Klaus Metzner, Jörg Stelter, Bernd Brauner und Karsten Heinrich und ihre Stellvertreter am Feuerwehrgerätehaus (FWGH), um die neuesten Informationen zum Um- und Ausbau des Gebäudes zu bekommen. Ihnen standen als Gesprächspartner Stadtbrandinspektor Ralf Wiese, sein Stellvertreter Stefan Köchling und der ehemalige Stadtbrandmeister Peter Katz sowie vom Bad Westernkötter Löschzug Christian Schröer als kommissarischer Leiter, Karl-Heinz Falk, Jörg Brinkmann und Hubertus Plümpe und Ortsvorsteher Wolfgang Marcus zur Verfügung.

 

„Sachlich und in sehr konstruktiver Weise“, so der einhellige Tenor, wurden die Um- und Ausbaupläne für das 41 Jahre alte Gebäude und auch die Gründe für die einzelnen Maßnahmen vorgestellt.

„Zunächst ist die Vorgabe einzuhalten, dass man sich bei der Planung von Feuerwehrgerätehäusern in Zukunft an der Sollzahl und nicht mehr an der aktuellen Zahl der Feuerwehrleute orientieren muss. Das bedeutet, dass in Bad Westernkotten Platz für 54 Kameradinnen und Kameraden geschaffen muss,“ so Wolfgang Marcus.

Sodann muss die mögliche Gesundheitsgefährdung verringert werden. So müssen zukünftig in alle Fahrzeughallen Absauganlagen zur Verbesserung der Luft eingebaut werden. Auch für die Kleidung und das Umziehen gibt es neue Vorgaben. Es muss eine strikte Trennung von Einsatzkleidung und Alltagskleidung umgesetzt werden. Diese sog. Schwarz-Weiß-Trennung bedeutet, dass für jede Feuerwehrfrau und jeden Feuerwehrmann ein zweigeteilter Spint aufgestellt werden muss.

Weiterhin ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass zunehmend mehr Frauen bei der Feuerwehr zum Einsatz kommen. „Durch nicht tragende Wände können wir dem sich ändernden Bedarf jederzeit gezielt Rechnung tragen,“ so Ralf Wiese, der davon ausgeht, dass die Zahl der Feuerwehrfrauen in den nächsten Jahren deutlich ansteigen wird. - Auch die Unfallkasse hatte noch Vorgaben, um mögliche Unfälle zu vermeiden.

Weiterhin wird am FWGH in Bad Westernkotten auch die Parkplatzsituation verbessert. So entstehen links vom Gebäude etwa 15 Stellplätze, die per Schranke zu öffnen sind und nur der Feuerwehr zur Verfügung stehen. Dies bedingt eine Verlegung des Eingangs auf die Nordseite.

Insgesamt belaufen sich die Kosten allein für das Feuerwehrgerätehaus in Bad Westernkotten auf etwa eine Millionen Euro, in Erwitte, was im Anschluss umgesetzt werden soll, sogar 1,7 Mio.

Ausdrücklich begrüßten die SPD-Vertreter die vorgestellten Maßnahmen. Klaus Metzner allerdings bemerkte kritisch die fehlende Konnexität, dass mal wieder der Gesetzgeber neue kostenintensive Bedingungen erlasse, aber die Städte die Zeche allein bezahlen müssten.

Man war sich darüber hinaus einig, dass in den nächsten Jahren weitere hohe Investitionen in die anderen Feuerwehrgerätehäuser laufen müssen. „Aber wir müssen die Ausgaben sicherlich strecken,“ so Ralf Wiese und Wolfgang Marcus, „damit der städtische Haushalt nicht überlastet wird und so noch Geld für andere wichtige Aufgaben zur Verfügung steht.“

Nach dem Ortstermin beim Feuerwehrgerätehaus versammelten sich die SPD-Mitglieder noch auf dem Schul- und Sportgelände am Zehnthof. Hier hatte schon die Zukunftswerkstatt und der IKEK-Arbeitskreis 2019 dargelegt, dass dieser ganze Sport-, Schul- und Freizeitbereich aufgewertet werden müsse und ein verbindendes „Gesicht“ (Corporate Image) bekommen müsse. So ist an ein einheitliches Fußwegenetz, die Verbesserung der Fahrrad-Situation (Wege und Stellplätze), eine abgestimmte Außengestaltung der Gebäude sowie eine hinreichende und einheitliche Beleuchtung gedacht. Schon äußerlich müssen sich dieses Gelände von der Umgebung abgrenzen. Nachgedacht werden müsse auch über eine weitere Verkehrsberuhigung zwischen Schützenhalle, Musikzentrum und Schützenplatz auf der einen Seite und Schule und Sportplatz auf der anderen Seite.

Abschließend trafen sich die SPD-Mitglieder noch bei Kreistagsmitglied Alfred Hense zum Grillen in gemütlicher Runde.